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Kriegsgräber in Frankfurt(Oder)

Mit Kriegsbeginn wurde bei Gronenfelde ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Lagerkommandant war General von Trützschler-Falkenstein. Im Lager waren gefangene Russen, Italiener, Engländer, Franzosen und Serben.
1916 waren fast 2200 und im Jahr darauf schon mehr als 6800 Kriegsgefangene in Frankfurt.
Sie wurden zur Arbeiten bei der schwierigen Bahnlinie bei Rosengarten ebenso wie bei Simonsmühle und dem beginnenden Bau des Stadions in der Dammvorstadt eingesetzt.
Auf dem Gelände des Lagers errichteten sie sich eine Holzkirche. Diese Kirche verfiel nach Auflösung des Lagers 1919 und wurde Ende der 20er Jahre wiederhergestellt und der Evangelischen Kirche (Heilandskapelle beim Eichenweg) übereignet.

Am 18. Dezember 1918 kamen die ersten Truppen der Frankfurter Garnison zurück. Für sie war der Krieg zu Ende. Zehn Tage später zog auch wieder das Leibgrenadierregiment in seine Kaserne in der Logenstraße ein. Für die Gefallenen wurden in den folgenden Jahre Ehrenmale errichtet.
Auf dem Hohenzollernplatz entstand 1924 das Denkmal vom Grenadier-Regiment Nr.12.
Ein Jahre später wurde auf dem Anger das Denkmal für das Leibgrenadierregiment errichtet.
1926 konnte auf dem Carthausplatz das Denkmal für die Gefallenen des Telegraphen-Bataillons Nr. 2 geweiht werden.

Viele Frankfurter Familien hatten durch diesen Krieg den Verlust von Angehörigen beklagen. Die Zahl der Einwohner war auf etwa 65.000 gesunken.

Ich habe insoweit direkt mit der Thematik zu tun, da mein Vater durch seine Mutter(meine Oma) als uneheliches Kind mit einem aus dem Lager gezeugt wurde. Meine Oma hatte nie von ihm erzählt. Mein Vater kannte seinen Erzeuger auch nicht.



Letzte Änderung am Freitag, 3. Juni 2016 um 08:59:02 Uhr.



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